Donnerstag, 22. August 2019

Briksdalsbreen und Fahrt entlang des Nordfjords

Was ein unerwartet schöner Tag! Noch heute Vormittag mussten wir davon ausgehen, dass unser Besuch am Briksdalsbre buchstäblich ins Wasser fallen wird. Regen war für den ganzen Tag vorhergesagt. Am Morgen hat es auch noch geregnet. Dennoch hat es Laura sich nicht nehmen lassen, nochmal eine Runde auf ihrem neuen Lieblingsgefährt zu drehen. Das steht jetzt auch auf ihrem Wunschzettel.


Erst gegen 12:30 Uhr haben wir den Campingplatz verlassen und sind zum Briksdalsbre gefahren. Dort angekommen, hat grade wieder ein Schauer begonnen. Der Plan war, diesen abzuwarten und dann die nächste Regenpause für eine schnelle Wanderung zum Gletscher zu nutzen. Die Zeit haben wir uns bis dahin im Souvenirladen vertrieben 🙈
Als sich dann die Pause andeutete, zogen wir los. Der Weg vom Parkplatz bis zum Gletscher ist 2,5 km lang. Er führt entlang des Gletscherbachs, der das typisch türkis gefärbte Wasser führt. Ein großer Wasserfall war das erste, was wir zu Gesucht bekamen. 10.000 Liter Schmelzwasser stürzen hier pro Sekunde hinab! Und dann geschah das Unerwartete: die Sonne blitzte hervor! 😃☀️




Und diese Wolkenlücke blieb, solange wir den Gletscher besucht hatten. 3 Stunden Sonne zu genau der richtigen Zeit. Wir waren darüber glücklicher, als über volle 13 Stunden auf den Lofoten!




Deutlich zu sehen war aber auch hier, wie weit sich der Gletscher bereits zurückgezogen hat. Vor ca 10 Jahren, berührte die Moräne noch den See!

Als wir wieder zurück waren, begann es sich auch wieder zu zu ziehen. Wir haben uns entschlossen, noch einige Kilometer zu fahren und so sind wir zum Nordfjord aufgebrochen. Die Straße, die wir gewählt hatten, führte uns einige Kilometer am Ufer des Fjords entlang. Es soll das schönste Fjord Norwegens sein. Da wir es nur mit Wolken gesehen haben, wollen wir dazu kein Urteil fällen. Auffällig war mal wieder die bis zu 2000 m steil emporragenden Felswände, die hier mit Bäumen bewachsen waren. Dazwischen immer wieder ein natürlicher Wasserfall. Erinnerungen an Milford Sound kommen bei uns immer wieder auf. Total schön!


Wir steuern grade durch ziemlich unbewohntes Gebiet. Da macht ein fast leerer Tank etwas nervös. Also nehmen wir auch gerne die Dorftankstelle 🤣


Nach mehreren Schafe und Kühe auf der Straße, haben wir auch noch ein schönes Plätzchen etwas Abseits der Straße gefunden. Spät war es! Tanja hat noch schnell gekocht, Dominik und die Kinder haben noch die Angel ausgeworfen - es blieb bei Pasta.






Mittwoch, 21. August 2019

Olden

Heute haben wir das Geiranger Fjord nochmals bestaunen dürfen. So gegen acht kamen die zwei Kreuzfahrtschiffe für den Tag in das Fjord geschippert. Eines davon war die AIDAdiva. Wir haben uns beeilt, vor den Bussen an den zwei Aussichtspunkten zu sein, von denen aus man das Fjord betrachten kann. Da auch noch die Sonne etwas hervorblitzte, konnten wir wirklich tolle Blicke genießen. Zunächst waren wir auf dem Flydalsjuvet.


Und dann sind wir auf "Europas höchste Aussicht auf ein Fjord von einer Straße" gefahren. Genau so bewerben sie hier Dalsnibba. Eine Aussichtsplattform auf 1500 Meter Höhe, die ein fantastisches Panorama bietet und das Fjord schon fast winzig erscheinen lässt



Die Zufahrt war fast spannender als Trollstigen 🙈 Auf dem Plateau hatte es auch nur 4° und es ging ordentlich der Wind. Die Plattform selbst war auch ein Erlebnis. Dort, wo sie über den Berg hinausragt, war der Boden nur ein Gitter, sodass man also direkt unter sich in den tiefen Abgrund blicken konnte.


Dann war es aber wirklich an der Zeit dem Fjord Lebewohl zu sagen und das nächste Ziel in Angriff zu nehmen: den Briksdalsbreen, eine Gletscherzunge von Europas größtem Festlandgletscher, dem Jostedalsbreen im gleichnamigen Nationalpark. Wir hatten uns dazu auch schon einen Campplatz ausgesucht, den wir direkt angesteuert haben. Toll ist hier, dass Kanus, Tretboote und Stand Up Paddle zu freien Verfügung stehen. Daher hat Laura mal ihren kleinen Bruder etwas ausgefahren.


Vor unserem Camper gab es dann noch eine kleine Bastelstunde. Wir haben also den Gletscher mal Gletscher sein lassen und den Ort und die Zeit genossen ... nicht ganz, Wäsche musste mal wieder gewaschen werden. 


Laura hat ihre erste eigene Angel bekommen. Die hat sie sich so sehr gewünscht, seit sie diese zum ersten Mal im Regal gesehen hatte. Lag wohl mit an der Farbe 


Natürlich liegt das Teil jetzt mit verhedderter Schnur hinten in der Garage (für Nicht-Camper "Kofferraum") 😠 Aber sie war so glücklich, das Teil bekommen zu haben 🤗

Ob wir morgen zum Gletscher gehen, wissen wir noch nicht. Regen ist angekündigt ... 

Dienstag, 20. August 2019

Trollstigen und Geiranger Fjord

Zwei Touristen Hot-Spots waren heute unser Ziel: Der Trollstigen und das Geiranger Fjord. Das Wetter war durchweg regnerisch, aber der ein oder andere Sonnenstrahl hat es doch durch die Wolkendecke geschafft, um den wir sehr dankbar waren.

Zuerst haben wir Trollstigen angesteuert. Wikipedia weiß dazu: Der Trollstigen ist Teil der Provinzstraße 63 und führt vom Isterdal in elf Haarnadelkurven mit etwa zwölf Prozent Steigung hinauf zur Passhöhe. Dabei überwindet er eine Höhendifferenz von 405 m und erreicht 700 moh. Im weiteren Verlauf erreicht die Straße eine Höhe von 850 m. Auf halber Strecke führt die Straße, die Teil der Goldenen Route ist, zudem über einen Wasserfall, den 320 Meter hohen Stigfossen. Die Passstraße wird umrahmt von den Bergen Bispen (dt. „der Bischof“, 1.450 m), Kongen (dt. „der König“, 1.614 m) und Dronninga (dt. „die Königin“, 1.701 m). Die Strecke ist witterungsbedingt nur im Sommer geöffnet und kann von etwa Mitte Mai oder Anfang Juni bis Ende September befahren werden.



Die Auffahrt war spannend. Am spannendsten waren die Situationen mit entgegenkommendem Bus in den Haarnadelkurven. Aber wir haben noch alle Außenspiegel dran 😊 Am oberen Ende ist ein Besucherzentrum mit zwei Aussichtsplattformen eingerichtet. Von dort hat man einen tollen Blick auf die zurückgelegte Strecke. Etwas ignorieren muss man die vielen anderen Touristen, die zum Großteil von den Kreuzfahrtschiffen per Bus angekarrt werden, die am Geiranger Fjord oder in Åndalsnes vor Anker lagen.



Nach einem Mittagssnack fuhren wir weiter zum Geiranger Fjord. Unsere Strecke verlief entlang des Valldøla. Ein wunderschöner Gebirgsstrom, mit der typisch türkisen Wasserfärbung - auch ohne Sonne. Der Valldøla ist es auch, der die Gudbrandsjuvet Schlucht geformt hat, an der wir kurz gestoppt haben.


Übrigens, die Warnhinweise auf Tiere auf und neben der Straße sind hier ernst zu nehmen:


Nach einer zweiten kurzen Fährfahrt heute von Linge nach Eidsdal und ein paar weiteren Kilometern, konnten wir den ersten Blick auf das Geiranger Fjord erhaschen. Ausführlich haben wir es vom Ørnesvingen (der obersten Spitzkehre der Zufahrtsstraße) aus betrachtet. Ein schönes Fjord! Kurzzeitig blitzte auch die Sonne durch die Wolkendecke, was erahnen lies, wie viel mehr diese Landschaft hätte glänzen können. Aber nur nicht zu negativ, auch so war das Fjord herrlich anzusehen.



Wir sind dann noch bis zum Fjord nach unten gefahren. An den einschlägigen Campingplätzen sah es nicht so aus, als würde es noch einen freien Platz geben, von dem aus man aufs Wasser hätte blicken können, aber entlang der Straße, haben wir noch einen Fleck gefunden. Ganz nah am Wasser. Und so bekamen wir beim Abendessen der AIDAsol zusehen, wie sie das Fjord verlassen hat. Auch das zweite Schiff, das tagsüber vor Anker lag, zog um 20:00 Uhr davon.


Da auch morgen Regen angekündigt ist, werden wir auf eine Schifffahrt auf dem Fjord verzichten. Wir zehren noch von den Erinnerungen von der Fjordfahrt auf dem Milford Sound. So wollen wir morgen das Fjord in die andere Richtung verlassen. Es soll noch eine weitere Aussichtsplattform geben, die wir ansteuern werden. Danach ist ein Campingplatz vor dem Briksdalsbre Gletscher unser Ziel.

Montag, 19. August 2019

Molde

Heute stand am Morgen erst einmal die Erkundung der Atlantikstraße an. Bei strahlend blauem Himmel, konnten wir die vielen kleinen Inseln im rechten Licht sehen.



Bereits zum Mittag zogen Wolken auf, deswegen waren wir auch sehr froh, diese Gegend noch bei Sonne bereist zu haben. Auf der Fahrt Richtung Süden, haben wir zuerst die Straße Richtung Bud gewählt. Es stellte sich als nichts Besonderes heraus. In der Folge sind wir nach Molde gefahren. Dort hatten wir zwei Park- bzw. Stellplätze zur Wahl. Am ersten haben wir etwas gegessen und beschlossen, nach Ålesund zu fahren. Allerdings wollten wir zuerst noch den zweiten Platz schnell anschauen. Er sollte eine tolle Aussicht haben. Auch die Sonne kam wieder zum Vorschein. Der Platz stellte sich als ein wahres Schmückstück heraus, zumal wir das erste Wohnmobil an Ort und Stelle waren und uns den Beuten Platz gesichert haben. Jackpot! Hier wollten wir den Rest des Tages verbringen.


Wir hatten tolle Sicht auf die Stadt, den kleinen Flughafen, das Fjord auf ganzer Länge und die Bergkette, die sich dahinter erstreckte. Wir hab viel gespielt und die Zeit und die Aussicht genossen


Morgen wollen wir Trollstigen befahren. Das wird ein Spaß 🙉




Sonntag, 18. August 2019

Hallenbad und der Weg zur Atlantikstraße

Wir standen heute Morgen pünktlich zur Öffnung mit 4 erwartungsvollen Augen vor dem Hallenbad. Leider waren die zwei großen Röhrenrutschen wegen Bauarbeiten geschlossen, aber es gab noch eine weitere große Rutsche innen, die auch viel Spaß machte. Aber auch sonst bot das Bad viel an. Es gab ein Kleinkindbecken, ein Becken mit Kletterwand, ein Becken mit Strömung und Wellen, ein Schwimmerbecken mit 3m und 1m Sprungturm und ein Becken, dessen Tiefe per absenkbarem Boden diverse Tiefen haben kann. In letzterem war das wärmste Wasser und einige Wasserspielzeuge. Die Kinder hatten also Zeit, Platz und die Gelegenheit, sich auszutoben. Paul machte seinen ersten Sprung vom 3m Turm in das 3,60m tiefe Wasser. Und unser Schwimmneuling erledigte nach dem Auftauchen die Strecke bis zum Rand ganz alleine 👏

(Zugegenen, das war schon der fünfte oder sechste Sprung 😉)

Gegen 15:00 Uhr traten wir bei strahlendem Sonnenschein die Fahrt in Richtung der Atlantikstraße an. Wir wollten heute so nah als möglich an diese herankommen, da sich dort ab morgen 12:00 Uhr Regen ankündigt.
Die Fahrt war mal wieder eine Wucht. Tanja hat den ganzen Handyspeicher voll mit Landschaftsbilder. Hier mal ein kleiner Auszug




Und weil die Kinder so toll mitmachen, haben wir es tatsächlich zur Atlantikstraße geschafft. Zwei Mal sind wir sie bei Sonnenuntergang gefahren und haben direkt an der Straße einen Stellplatz gefunden, mit dem Blick auf die vielen kleinen vorgelagerten Inseln




Morgen schau'n mer mal, wo es uns hinschlägt 😃

Samstag, 17. August 2019

Steinkjer

Nachtrag zum gestrigen Post: Wenn es nach Paul geht, hätte gestern Abend um 22:15 Uhr die Bundesligasaison 19/20 gerne schon zu Ende sein können. Hertha an der Spitze der Tabelle!


Diese Nacht haben wir kaum geschlafen. Der Regen ist die ganze Nacht auf das Dach geprasselt. Aber das war es noch nicht! Hinten rechts, da wo wir unsere Köpfe liegen haben, hat sich ein steter Tropfen gebildet, der kontinuierlich auf die Stoßstange tropfte. Nervtötend 😠 und zwar so sehr, dass Dominik um 04:15 Uhr bei strömenden Regen aus dem Camper stieg, um ein Geschirrtuch über die Stoßstange zu legen - dann war's besser!
Zum Frühstück hat der Regen dann auch aufgehört und wir hatten wieder einen idyllischen Blick


Anschließend haben wir den Platz verlassen und die Fahrt nach Steinkjer angetreten. Die Fahrt war schön. Einige Wolken hingen am Himmel, aber es blieb trocken. In Steinkjer hatten wir geplant, eine kleine Wanderung zu einer Aussicht, auf der der größte Sonnenstuhl der Welt steht. Leider hat es genau zu Beginn der Wanderung angefangen zu regnen. Aber das gehört dazu und wir haben uns die Stimmung nicht vermiesen lassen. Die Aussicht hätte schön sein können, der Stuhl war groß 😉



Zur Belohnung, dass alles bisher so toll geklappt hat und wegen des schlechten Wetters, wollten wir mit den Kindern noch in das örtliche Hallenbad, welches wir bereits auf der Fahrt in den Norden ausgemacht hatten. Leider hat das Hallenbad bereits um 17:00 Uhr geschlossen - am Samstag! Die Enttäuschung war groß. Vielleicht gehen wir dann morgen Vormittag.
Mit ein paar Chicken Nuggets und Pauls erstem BigMac (mit 5 🙈) war die Enttäuschung auch bald verdaut.


Wir nächtigen heute auf dem Parkplatz eines Kindergartens. Somit ist der Spielplatz direkt neben an. Auch ein Waldspielplatz hat der Kindergarten in unmittelbarer Nähe eingerichtet.

Freitag, 16. August 2019

Weiter auf dem Weg zurück nach Trondheim

Der Tag heute begann mit Campers Paradise (warme Dusche ohne Zeitautomat). So frisch haben wir gegen Mittag den Campingplatz verlassen. Das Wetter hatte bereits zugezogen und der Regen lies nicht lange auf sich warten. Wir haben die Fähre nach Lysfjord genommen. Aber mit den Regenwollen am Himmel, kommt die Landschaft einfach nicht zur Geltung. Im Anschluss haben wir uns gegen die zweite Fähre entschieden und lieber einen kleiner Schlenker in Kauf genommen. Gegen 16:00 Uhr haben wir einen "Geheimtipp" auf dieser Stecke angesteuert. Die Zufahrt zum Stellplatz hat grade so unsere Fahrzeuggröße zugelassen, aber dann standen wir schön auf einer kleinen Landzunge. Diese hatten wir den Rest des Tages und der Nacht ganz für uns alleine. Passend zu dieser Zeit haben sich auch die Wolken am Himmel verzogen.


Wir haben unsere Angeln ausgepackt und ein Feuer gemacht. Es war einfach schön, die Zeit zu genießen.


Fische haben leider keine angebissen, auch wenn wir sie im Schwarm an uns vorbei schwimmen haben sehen. Und selbst zu dritt hat es nicht klappen wollen.


Das Feuer haben wir benutzt, um wieder etwas Stockbrot zu machen, dass es dann zum Abendessen dazu gab.



Der Sonnenuntergang tauchte den Platz in ein ganz besonderes Licht.


Morgen wollen wir bis nach Steinkjer kommen. Das sind noch 162 km.