Donnerstag, 15. August 2019

Torghatten

Was für ein Tag und was für ein Naturschauspiel!

Heute Morgen war es noch bewölkt, aber trocken. Nach dem Frühstück sind wir zu unserer 2,5 Stunden langen Fahrt zum Totghatten aufgebrochen. Kurz nach Beginn unserer Fahrt, waren noch die Laksforsen Wasserfälle, die wir nicht links liegen lassen wollten. Die Steine unterhalb des Wasserfalls waren sehr rutschig, da sie durch die Gischt sehr nass waren. Wie die Wassermassen hier herunter stürzten, war sehr beeindruckend.


Danach ging die Fahrt weiter auf der E6 Richtung Süden und dann auf die 76 Richtung Westen. Die Himmel klarte wie angekündigt auf und wir konnten die Landschaft wieder in vollen Farben sehen. Wir sind vorbeigefahren an kleinen Seen, in denen weiße Seerosen blühten. Wir haben steile Felswände und saftige grüne Wiesen bestaunt. Einfach herrlich, diese Landschaft hier!


Weil er auf dem Weg lag, haben wir noch gleich auf unserem Campingplatz für den Abend vorbeigeschaut und reserviert. Ein kleiner und ruhiger Campingplatz, der vom Inhaber als Hobby geführt wird. Er hat selbst alles aufgebaut und hat nur 6-8 Wochen im Jahr offen. Kommendes Wochenende schließt er wieder und geht seiner eigentlichen Arbeit nach.

So gegen 14:00 Uhr hatten wir dann das Ziel des Tages erreicht, den Torghatten. Ein 235 Meter hoher Berg, der in der Mitte ein 160 Meter langes, 41 Meter hohes und 18 Meter breites Loch hat. Der Sage nach ist der Hut eines Riesen von einem Pfeil durchbohrt worden und ist zu Stein erstarrt 🤔
Auf jeden Fall war der Anblick in Kombination mit dem Ausblick phänomenal.

(Blick in den Osten)

(Blich in den Westen)

(Und einmal durch das Loch hindurch mit Paul, Laura und Tanja v.l.)


Erwähnenswert ist noch das wirklich nette Städtchen Brønnøysund, das wir durchquert gaben. Hat wirklich einen schönen und belebten Eindruck gemacht. Wenn wir richtig gesehen haben, dann lag ein Schiff der Hurtigruten vor Anker. Das könnte erklären, was das Städtchen am Puls hält.

Wir haben dann unseren Stellplatz bezogen und gleich noch die Angel ausgeworfen. Heute leider ohne Erfolg. 


Dann halt doch Fleisch vom Grill .... auch lecker


Und weil wir heute WLAN haben, gibt es das Bild vom Abendrot grade noch hinterher.


Die Kinder haben auf dem Campingplatz auch einen schön eingerichteten Spielplatz. Dazu haben sie noch einen deutschen Spielkameraden gefunden. Das hat ihnen sichtlich gefallen. Um 22:00 Uhr kam dann die Frau des Besitzers und hat ihnen den Ball weggenommen, es sei jetzt Bettruhe 🙊

Mittwoch, 14. August 2019

Schlechtes Wetter? Wir machen Strecke!

Satz des Tages: "Oh guck mol, do isch's beschdimmd au schie, wenn d'Zunn schinnt!" So zum Beispiel hier


Gestern Abend hat es begonnen zu regnen. Das hat es auch die Nacht durch und eigentlich den ganzen Tag. Das haben wir dazu genutzt, etwas Strecke zu machen. Damit sah es bei uns auch gerne mal so aus


Schade war vielleicht, dass wir die eigentlich schöne Fährfahrt Jektvik nach Kilboghavn bei Regenwetter gemacht haben uns nur drinne sitzen konnten. Dabei haben wir aber wieder den Polarkreis Richtung Süden überquert.

(im Hintegrund ist die Markierung des Polarkreises zu sehen 🙈)

So ganz ohne Erlebnis wollten wir den Tag aber nicht verstreichen lassen. Und was könnte besser sein bei Regenwetter als unter die Erde abzutauchen. Darum haben wir die Grønligrotta angesteuert. Eine Höhle 20km nördlich von Mo i Rana. Die Anfahrt war, naja sagen wir mal "ambitioniert". Eine unbefestigte Straße mit enormer Steigung war dem Camper vor uns zu viel. Wir hatten unsere liebe Mühe, aber am Ende haben wir es doch geschafft.  Laut Reiseführer haben wir mit ca 45 Euro Eintritt für die ganze Familie gerechnet. An der Kasse blitzte dann plötzlich 65 Euro auf. Naja, muss wohl ne tolle Höhle sein.




Zusammengefasst war die Höhle ganz nett, aber völlig überteuert. Aber jetzt wissen wir das auch.

Morgen soll am Nachmittag die Sonne wieder zu sehen sein. Dann wollen wir beim Torghatten sein. Einem ganz besonderen Berg, den wir morgen erkunden wollen. Die Stimmung ist nach wie vor toll. Unser Sonnentank ist schließlich voll bis kurz unter den Rand 😊

Für die Statistik mal ein Zwischenbericht:
Bisher zurückgelegte Fahrstrecke: 3.800 km
Durchschnittlicher Verbrauch: 10,2 l / 100km
Gesamte Fahrtzeit: 63 Stunden

Dienstag, 13. August 2019

Svartisen Gletscher

Der Morgen startete damit, dass Laura und Paul mit tatkräftiger Unterstützung einer anonymen Oma eine Überraschung vorbereitet hatten. Das war sehr schön! Vielen Dank dafür!


Der weitere Tagesverlauf war phänomenal! Wir haben eine Tour zum Svartisen Gletscher unternommen und das bei Kaiserwetter, was laut Vorhersagen nicht zu erwarten war. Die Tour begann mit einer 10-minütigen Bootsfahrt. Bereits hier kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus.



Vom Bootsanleger war es eine Tour über 3km auf einem sehr gut ausgebauten Weg zu gehen. 2 km davon verliefen entlang des Gletschersees. Neben aller Faszination von dem was wir sahen, mussten wir aber auch feststellen, dass die Gletscherzunge durch ihr Schmelzen schon sehr viel Fels preisgegeben hat - und das in den letzten 10-20 Jahren! Sie liegt schon fast klein in ihrem riesigen Felsenbett.



Nach den 3km ebenem Weg, haben wir eben dieses Felsenbett betreten. Erstaunlich, wie das Eis die Oberfläche glatt geschliffen hat. An regnerischen Tagen wir vor der hohen Rutschgefahr gewarnt. Der Weg über die Felsen war für die Kinder ein Spaß. Und nach 5,3km hatten wir die Gletscherzunge erreicht. Wir haben uns ihr von der Seite genähert, da man ja nie wissen kann, wann und ob der Gletscher "kalbt". An einer sicheren Stelle konnten wir den Getscher in seiner vollen Pracht bewundern, anfassen und sogar mal am Eis lecken 🙊






Wir waren uns einig: Dieses Erlebnis bleibt für uns alle unvergesslichen!

Da das Gletschereis nicht für jeden von uns was war, gab es auf dem Rückweg zur Belohnung noch ein richtiges Eis für alle. Als wir dann am Bootssteg angekommen sind, mussten wir feststellen, dass wir 1,5 Stunden auf das nächste Boot warten mussten, aber auch diese Zeit verging wie im Flug. Bei einem Gläschen Sekt haben wir den Tag gemütlich mit Blick auf den Gletscher ausklingen lassen.

Montag, 12. August 2019

Zwischen Saltstraumen und Svartisen

Heute haben wir den Tag nach dem Frühstück damit begonnen, dass wir uns den Gezeitenstrom nochmal genau angesehen. Dazu sind wir auf die Brücke gelaufen, die den Strom überspannt. Mal wieder beeindruckend, wie die Wassermassen geflossen sind.
Danach haben wir unsere Angel geschnappt und haben auch unser Glück am Ufer gesucht. Die Idee mit Gewicht zu fischen, war nicht so klug. Nach zwei Versuchen kam das Gewicht nicht mehr mit zurück 🙈 Auch die weiteren Versuche mit Schwimmer waren nicht von Erfolg gekrönt. Alle anderen angelten mit Blinker. Also war der Entschluss gefasst, auch eigen Blinker zu besorgen.



Angeln haben wir dann abgebrochen und nochmal eine Runde Fußball eingelegt. Kinder gegen Erwachsene hieß die Partie. Die Kinder haben gewonnen!

Aber dann war es Zeit, wieder ein paar Kilometer zu machen. Der Svartisen Gletscher war unser Ziel. Auf dem Weg haben wir noch eingekauft, auch ein paar Blinker. Die Strecke war mal wieder fantastisch! Die Sonne tauchte die Berg-, Seen- und Fjordlandschaft in ein ganz besonderes Licht. Wir konnten mal wieder ein paar Postkartenbilder schießen.



Kurz hinter Glomfjord haben wir einen Stellplatz angefahren und einen Platz gefunden, von dem aus wir den Svartisen Gletscher direkt sehen können. Das ist unser morgiges Ziel.


Doch wir wollten noch einmal angeln gehen, was wir auch ohne weiteren Verzug gemacht haben. Und dann geschah das Unerwartete: Dominik angelte seinen ersten Fisch! Einen Seelachs. Zwar noch nicht so groß, aber für den ersten Fisch schon ganz gut.


Laura hat das emotional ganz schön belastet. Mal sehen, ob sie weiterhin so erwartungsvoll wie heute beim Angeln mit dabei ist!?

Sonntag, 11. August 2019

Goodbye Lofoten - Fähre nach Bodø

Heute war ein ereignisreicher Tag. Pünktlich um 09:00 Uhr haben wir mit einem frischen Camper den Campplatz der letzten 2 Tage verlassen. Reine war unser Ziel. An sich ist Reine ein schönes Städtchen. Schon vor 3 Tagen sind wir bereits durchgefahren. Dabei haben wir uns noch gewundert, warum da so viele Autos am Straßenrand stehen. Dann haben wir gesehen, wir ein steiler Treppenpfad auf den "Hausberg" von Reine führt. Genau diesen Pfad - den Reinebringen - wollten wir heute noch besteigen. Wir sind von 800 Stufen ausgegangen, aber es stellte sich am Ende heraus, dass es doppelt so viele waren. 1.649 Stufen haben wir am Ende gezählt.


Aber was soll ich sagen? Dieser Blick war am Ende jede einzelne Stufe wert


Trotz angekündigter Wolkendecke kam just als wir den Gipfel erreicht hatten, die Sonne zum Vorschein. Was waren wir glücklich. Auch hier wieder ein großes Lob an die Kinder, denn sie haben die Stufen (450 Höhenmeter) mit Bravour gemeistert. Da konnten wir auf dem Rückweg schon den ein oder anderen Erwachsenen sehen, der erschöpfter aussah.


Um 13:00 Uhr waren wir wieder bei unserem Camper. Um 14:45 Uhr sollte unsere Fähre ab Moskenes nach Bodø fahren. Es gilt die Regel "first come, first serve". Ein Platz war noch in Reihe 7 frei, mit uns war sie dann voll. Wir waren das letzte Fahrzeug, was noch auf die Fähre passte! Alle weiteren Linien mussten 6 Stunden warten, bis die nächste Fähre fuhr 😥 Auf der Fähre gab es auch für alle, die wollten leckeren Labskaus.

In Bodø angekommen, haben wir Saltstraumen ins Visier genommen. Hier gibt es den weltgrößten Gezeitenstrom zu bestaunen. In 6 Stunden strömen hier bis zu 400 Millionen Kubikmeter Wasser in einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h durch. Mal nach links, mal nach rechts. Dazu bilden große Strudel, in denen es den Fischen so schwindelig wird, das Möwenschwärme leichte Beute haben.  Vielleicht stellt sich Dominik hier morgen Vormittag noch zu den zahlreichen Anglern und versucht ebenso sein Glück.
Auf dem Weg dort hin, haben wir einen weiteren Elch gesehen. Wir konnten dieses Mal auch noch mehr, als nur sein Hinterteil festhalten. Der Kollege hatte die Ruhe weg.


Auch sonst haben sich die ersten Kilometer der FV17 von der besten Seite gezeigt


Eine Runde Fußball auf dem nahegelegenen Fußballplatz rundete den tollen Tag perfekt ab.



Samstag, 10. August 2019

Die Lofoten V (Flakstad II)

Heute blieb der Camper stehen. Da sich schlechteres Wetter angekündigt hat, haben wir uns dazu entschlossen, die letzten Sonnenstrahlen in vollen Zügen draußen zu genießen. Deswegen sind wir an den Strand und haben einfach nur die Zeit genossen.





Dann noch eine Runde Spiel und Spaß,


und schon war der Tag vorbei 😁
Wie richtig es war, den Tag entspannt zu nutzen, zeigte dann der Abend. Es zogen dunkle Wolken bei kräftigem Wind und etwas Regen auf. Auch die Wettervorhersagen zeigen, dass wir unser Kontingent Sonne erst einmal voll haben.
Morgen wollen wir die Lofoten verlassen. Ob mit der großen (Moskenes -  Bodø) oder kleinen (Lødingen - Bognes) Fähre, wissen wir allerdings noch nicht. Mal sehen, ob die Nacht eine Erkenntnis bringt.


Freitag, 9. August 2019

Die Lofoten IV (Flakstad)

Da wir immernoch Kaiserwetter haben, haben wir auch heute einen Genusstag am Strand eingelegt. In Å haben wir noch einmal den Aussichtspunkt aufgesucht, weil dort die Sonne morgens die Berge anstrahlt, während sie gestern Abend schon hinter ihnen verschwunden war. Danach haben wir ganz offiziell den Rückweg angetreten. Å war der am weitesten entfernte Punkt unserer Reise. Dabei stehen uns noch 2/3 unserer Zeit zur Verfügung 😁
Und wieder können wir nur unkommentiert und staunend ein paar Bilder dieser herrlichen Landschaft posten:



Unser Ziel war der Campingplatz von Flakstad. Auf dem Weg dort hin, haben wir noch eingekauft und den Camper frisch gemacht. Ein weißer Sandstrand sollte es wieder sein. Auf dem Campplatz angekommen, haben wir zugunsten eines tollen Stellplatzes, auf den elektrischen Anschluss verzichtet. Des war's wert 😊
Sofort waren wir im Chillmodus


Nach einem Tässchen Kaffee mit Aussicht, haben wir den frischen Wind genutzt und zum ersten Mal Pauls Winddrachen ausgepackt.



Nachdem der Wind etwas abflaute, haben wir noch Wäsche gewaschen und geduscht - also doch nicht nur chillen. Am Abend haben wir gegrillt und mit Rotwein und einer Runde Tutto den rundum schönen Tag ausklingen lassen.